Let´s talk about racism

Unter diesem Motto wollen wir vom Kollektiv sozialearbeitistpolitisch eine Aktion starten, die es ermöglicht, informiert über den belasteten Begriff Rasse* zu reden. In diesem Zusammenhang sehen wir es als unumgänglich über Rassismus, Rassismusformen und Rassismuskritik zu reden. Dies tun wir vor dem Hintergrund der Ereignisse rund um die rassistische Bachelorarbeit von Thorsten Seifter (2018) https://derstandard.at/2000103361623/Offen-rassistische-Bachelorarbeit-an-Fachhochschule-approbiert. Wir sind Studierende, Lehrende und Absolvent*innen der Sozialen Arbeit und wir reden über Rassismus mit dem Ziel, schon den Anfängen zu wehren. Wir wollen in Zukunft auf Veranstaltungen zum Thema Rassismus zur Verfügung stellen.

Race does not exist but it does kill people. (Guillaumin, 1995, S. 107)

Rassismus ist tief verwurzelt ist in unserem Denken: “´Für mich sind Zigeuner kein Schimpfwort`- ´Einer meiner besten Freunde ist Jude!`- ´Negerküsse und Mohr im Hemd sind einfach Bezeichnungen für wundervolle Schokolade-Süßspeisen.`- ´Wenn ich Neger sag´, mein ich das keineswegs abwertend!`- ´Getürkte Bilanzen – das sagt man halt so!` (Amesberger & Halbmayer, 2008, S. 41). Rassismus wird meist von sich gewiesen, nur als Abweichung gesehen, es betrifft immer nur die Anderen. Dass man selbst aber schnell Teil eines Systems werden kann, dass Rassismus stillschweigend toleriert, man im Getümmel der hohen Anforderungen von Studium, Arbeit und Lehre keine Zeit findet, sich differenziert mit den Dynamiken des kollektiven Zögerns auseinanderzusetzen, lässt einem Teil eines rassistischen Systems werden. Wieviele Entschuldigungen findet jede*r für sich selbst, nicht aktiv zu werden und wie plausibel sind diese Entschuldigungen. Wieviel Angst vor welchen Konsequenzen spielen hier mit? Warum wird nicht eindeutig aufgetreten? Setzt man etwas auf´s Spiel? Ist es nicht erschreckend, daran zu denken, dass man etwas auf´s Spiel setzt, wenn man sich gegen Rassismus wendet? Warum ist der Gedanke nicht umgekehrt selbstverständlich: man setzt etwas auf´s Spiel, wenn man nicht handelt, und zwar die Gefahr Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde zu missachten. Setzen wir uns über Rassismus auseinander. Gehen wir dabei weg, andere anzuklagen – wer ist feige, wer hat keine Zeit, wer zögert, wer schreit und verurteilt, wer ist mutig. Was zählt ist, was kommt.

Der erste Schritt ist, dass wir uns mit Rasse*, Rassismus und Rassismuskritik auseinanderzusetzen.

„Rassismus gehört zu jenen Systemen und Logiken, die Benachteiligung und Degradierung durch Unterscheidungen in Bezug auf >Rasse< (und den potenziellen Platzhaltern dieses Konstrukts wie >Kultur< oder >Ethnizität<) erzeugen. (Mecheril & Tißberger, 2013, S. 61)

Karin Scherschel (2006) definiert relevante Kennzeichen von Rassismus:

  1. Menschengruppen werden als sogenannte Andere klassifiziert.
  2. Es wird eine ontologische Differenz zwischen diesen konstruierten Gruppen kanstatiert. Differenzmerkmale werden naturalisiert.
  3. Die sogenannten Anderen erfahren herabwürdigende Zuschreibungen. (vgl. Scherschel, 2006, S. 56-57).

„Rassismus als Ideologie wird anhand von tatsächlichen oder imaginären Differenzen in Bezug auf so genannte phänotypische Merkmale, Ethnizität, kulturelle Elemente oder (nationale) Herkunft definiert. Gruppen werden über diese ´Kennzeichen` als von ´Natur aus` anders ´geartet` konstruiert, wobei ihnen negative Eigenschaften zugeordnet werden. Gleichzeitig wird die ´Eigene`Gruppe hierarchisch höher positioniert […]“ (Markom 2014, S. 46). In neuester Zeit kommen religiöse Aspekte große Aufmerksamkeit: Stichwort antimuslimischer Rassismus. (vgl. SOS-Mitmensch, 2019 , o.S.)

Zur Etymologie des Begriffs Rasse* schreibt beispielsweise Martina Tissberger (2017):

„Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Schock über den Holocaust und den vernichtenden Rassen*wahn des Nationalsozialismus ist nicht, wie lange geglaubt wurde, das wissenschaftliche Interesse an der Rassen*forschung zu Ende gegangen. Die Kardinalfehler der (pseudo)wissenschaftlichen Rassen*forschung, die Stephen Gould (1983/2007) in ´Der falsch vermessene Mensch` beschrieben hat, werden wiederholt. Die Rassen*forschung ist ein Fortsetzungsroman. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts findet sie in der Soziobiologie statt. Zwar ändert sich die Sprache, die Ideologie bleibt jedoch dieselbe. Aus Phänotypen werden Genotypen und Rasse* spielt sich nun in der Genetik als Amalgam aus Ethnizität und Kultur ab. Mit dem Einzug des Evolutionismus setzt sich in der Rassen*forschung nun die Auffassung durch, dass evolutionäre Auswahlmechanismen diejenigen Gruppen zu den stärksten machen, deren Verhalten und Attribute die Chancen der Fortpflanzung ihrer Gene erhöhen (Dalal, 2002, S. 18). Damit erhält die Hierarchisierung der Rassen* ein weiteres wissenschaftliches Fundament. Die Besten setzen sich durch. Die theologischphilosophische These der Monogenetiker*innen, dass die Verschiedenheit der Menschen durch Degeneration zu erklären sei, bekommt im Evolutionismus eine Neuauflage indem die Hierarchisierung durch die Natur erklärt wird.“ (Tissberger, 2017, S. 40) Und weiter schreibt sie: „Der Begriff Rassismus als Kritik tauchte erst in den 1930er Jahren in Frankreich und Großbritannien vor dem Hintergrund der Politik Nazi-Deutschlands auf (vgl. Kerner, 2009, S. 44). Der Rassismus, mit dem wir es bis heute zu tun haben und der sämtliche migrationsgesellschaftlichen Verhältnisse durchzieht, ist von der Geschichte der Semantik des Begriffs Rasse* jedoch nicht zu trennen. Die Vorstellungen, die mit der Konstruktion Rasse* in allen ihren geschichtlichen Mutationen assoziiert sind, haben sich im kulturellen Symbolischen wie im individuellen Unbewussten sedimentiert.“ (Tissberger, 2017, S. 23-24)

Dies mag auch das kollektive Schweigen begründen, mit welchem auf solche eindeutig rassitischen Handlungen gesamtgesellschaftlich reagiert wird.

Reden wir über Rassismus. Folge dem BLOG, damit du unsere demnächst stattfindende Veranstaltung dazu nicht versäumst. AR.

 

Literatur- und Quellenverweise (beispielhaft zum Weiterlesen)

Amesberger, Helga & Halbmayr, Brigitte (2008):Das Privileg der Unsichtbarkeit. Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur. Wien: Braumüller.

Guillaumin, Colette. (1995). Racism, Sexism, Power and Ideology. London & New York: Routledge.

Markom, Christa (2014): Rassismus aus der Mitte. Die soziale Konstruktion der „Anderen“ in Österreich. Bielefeld: tanscript Verlag.

Mecheril, Paul/Tißberger, Martina (2013): Ethnizität und Rassekonstruktion. Ein rassismuskritischer Blick auf Differenzkategorien. In Katrin Hauenschild, Steffi Robak & Isabel Sievers (Hrsg.), Diversity Education. Zugänge – Perspektiven – Beispiele (S. 60-71). Frankfurt: Brades & Aspel.

Melter, Claus & Mecheril, Paul (Hrsg.), (2011): Rassismuskritik. Band 1. Rassismustheorie und –forschung (2. Auflage).  Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag.

Scherschel, Karin (2006): Rassismus als felxible symbolische Ressource. Eine Studie über rassitische Argumentationsfiguren. Bielefeld: Transcript.

Tißberger, Martina (2017): Critical Whiteness. Zur Psychologie hegemonialer Selbstreflexion an der Intersektion von Rassismus und Gender. Wiesbaden: Springer: VS Verlag.

SOS-Mitmensch (2019): Antimuslimischer Rassismus hat in Spitzenpolitik Fuß gefasst.  >https://www2.sosmitmensch.at/antimuslimischer-rassismus-in-der-spitzenpolitik< [03.06.2019]

AR

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Niemals vergessen

Der FPÖ Parteichef Heinz Christian Strache (Ciao!) ist nicht mehr. Das #Ibizagate hat ihm am 18.05.2019 den Kragen gekostet und er war gezwungen zurückzutreten. Auf nationaler Ebene hat der sofortige Ausfall des Vizekanzlers noch in diesem Jahr Neuwahlen zur Folge.

Aufgrund des Rücktritts wurde in Wien gestern stundenlang zu “Vengaboys – We’re going to Ibiza” auf dem Wiener Ballhausplatz gefeiert, gelacht und getanzt, doch Grund zur Freude ist nicht vorhanden. Während gestern Abend viele Menschen auf das Abdanken von Strache angestoßen haben, saß ich im Theaterstück von Nikolaus Habjan “Erbbiologisch und sozial minderwertig”, indem Habjan das Leben des Zeitzeugen Friedrich Zawrel inszeniert und ehrt (Danke!). Am Ende des Stücks kam Nikolaus Habjan zurück auf die Bühne und erinnerte das Publikum, dass Strache nicht aufgrund seiner rassistischen Gesinnung, sondern zusammengefasst aufgrund von “Korruption” zurücktreten musste.

Letztendlich waren es nämlich nicht die menschenfeindliche Politik von Strache oder einer der 64 Einzelfälle, die die wahre Fratze der FPÖ offenbarten und der Partei das Genick gebrochen haben. Schlussendlich musste Strache zurücktreten, weil er sich Geld für die Partei erschleichen wollte. Denn in Österreich werden Finanzdelikte härter bestraft als Faschismus. Wenn es ums Geld geht, verstehen wir hier keinen Spaß. Wenn es aber darum geht, dass Gudenus (Ciao!) als Facebook Passwort “heilheil!” benutzt, wird geschwiegen. Wenn es darum geht, dass ein*e Kabinetts-Mitarbeiter*in von FPÖ-Sozialministerin Hartinger-Klein den rechtsextremen „Identitären“ Geld gespendet haben soll, bleibt die Empörung aus. Denn politische Nähe zum Nationalsozialismus und Faschismus wurden über die vergangenen Jahre zur Normalität. Faschist*in zu sein ist salonfähig geworden, jede Form des Widerstands wird unter der derzeitigen Regierung zum Linksextremismus. Strache ist von der politischen Bühne verschwunden, doch das Stück wird von anderen Spieler*innen weiter inszeniert: Kickl, Hartinger Klein, Hofer, Kurz, Petry, Orban, Meuthen, Le Pen, Trump, Kim Jong-un und wie sie alle heißen. Politische Gesinnungen leben nicht in einer einzelnen Person, sie sind Ideologien und manifestieren sich im Alltäglichen: Wie mediale Berichterstattung gestaltet wird; welche Delikte als straffällig geahndet werden; was in Bildungseinrichtungen wie bspw. Schulen unterrichtet, gelebt und als Abschlussarbeit zugelassen wird; wie Frauen über den eigenen Körper bestimmen können, etc.

Also lasst uns nicht dem Irrtum unterliegen, dass wenn eine Person das Handtuch werfen muss, gleichzeitig mit ihr die Ideologie stirbt. Denn wenn dem so wäre, dann gäbe es seit April 1945 in Europa keine menschenfeindliche Politik, keine Faschist*innen mehr. 

Lasst uns also das Lagerfeuer nutzen um metaphorische Holzscheite nachzuwerfen, bis der Faschismus zu Asche geworden ist. #Ibizagate bietet uns die Möglichkeit mit Menschen in Diskurs zu treten, zu diskutieren, Ungerechtigkeiten aus dem Schatten ins Licht zu holen.

 

Niemals vergessen.

Keinen Meter dem Faschismus.

¡No pasarán!  

 

KP

Buchvorstellung Karl FALLEND: MIMI & ELS Stationen einer Freundschaft. Marie Langer – Else Pappenheim. Späte Briefe

www.psychoanalyse-graz.at

Grazer Arbeitskreis für Psychoanalyse und

Psychosoziale Beratungsstelle Granatengasse

Buchvorstellung
Karl FALLEND (WIEN)
MIMI & ELS
Stationen einer Freundschaft.
Marie Langer – Else Pappenheim. Späte Briefe

Zeit: Mittwoch, 12. Juni 2019,  20 Uhr

Ort: Psychosoziale Beratungsstelle
Granatengasse 4/I, 8020 Graz, Tel.: 0316/711004

65 Jahre währte die Freundschaft zwischen den beiden aus Österreich emigrierten Psychoanalytikerinnen Marie Langer (1910 – 1987) und Else Pappenheim (1911 – 2009). Sie verband mehr als der gemeinsame Besuch der Schwarzwald-Schule, Medizinstudium und psychoanalytische Ausbildung in Wien – beide mussten vor dem Nationalsozialismus fliehen.
Mehrjährige Recherchen führten schließlich zu diesem Buch. Es vertieft einige Stationen in ihrem Leben, zeigt bislang unveröffentlichtes Foto- und historisches Quellenmaterial sowie den edierten Briefwechsel der beiden Frauen aus ihren letzten Lebensjahren.

Die Beschäftigung mit der Verbindung zwischen zwei Freundinnen ließen mich im Zuge dieser Arbeit auf Neues, Überraschendes und Persönliches stoßen.

Karl FALLEND, Univ. Doz., Sozialpsychologe. Lebt in Wien als freiberuflicher Wissenschaftler, veröffentlichte zuletzt: „Unbewusste Zeitgeschichte. Psychoanalyse-Nationalsozialismus-Folgen“ (Löcker Verlag)

Dr. Klaus POSCH, e.h.                                           Dr. Ulrike KÖRBITZ, e.h.

KollegInnen anderer Arbeitskreise sind ebenso herzlich zur Teilnahme eingeladen wie interessierte Gäste. Wir ersuchen um einen Unkostenbeitrag von € 5.-, den wir am Vortragsabend einheben.

 

Volkshilfe geht für #dasmindeste #aufdiestrasse

Die Volkshilfe lehnt die „Sozialhilfe neu“ ab und ruft mit einer Protesttour durch Österreich dazu auf, gemeinsam auf die Straße zu gehen, bevor (noch mehr) Menschen dort übernachten müssen.

In der Steiermark macht die Protesttour am 17.04.2019 halt. Ab 17 Uhr wird am Südtirolerplatz zum Protest aufgerufen.

Nähere Infos dazu findet ihr auf der Facebook Veranstaltungsseite von #aufdiestrasse

Kurzinfo zur Bedarfsorientierten  Mindestsicherung und zur „Sozialhilfe neu“

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) wurde eingeführt, um die landesgesetzlich geregelte Sozialhilfe zu vereinheitlichen. Dies ist leider nicht gelungen. Trotzdem gibt es in der BMS eine höhere Leistungssicherheit als in der „alten“ Sozialhilfe. Auch die damit einher gehende Krankenversicherung ist ein Vorteil. Nachteile der Mindestsicherung waren unter anderem, dass es statt 14, nur mehr 12 Bezüge (außer bei Minderjährigen) und keine Hilfe in besonderen Lebenslagen mehr gibt.

Durch das geplante „Sozialhilfe-Grundsatzgesetz“ soll es nun weiter zu gravierenden Verschlechterungen kommen. So werden u.a. subsidiär Schutzberechtigte von einem Bezug ausgeschlossen. Auch die „Mindeststandards“ bzw. Richtsätze sind im neuen Gesetz geringer, so steht zwei Personen, die in Haushaltsgemeinschaft leben derzeit jeweils 75 % des Mindeststandards zu, nach dem neuen Gesetz jeweils nur mehr 70 %. Am drastischsten fallen die Kürzungen bei minderjährigen Bezieher*innen aus.

Diese und weitere Verschlechterungen wollen und können wir nicht mittragen. Deshalb gehen auch wir, gemeinsam mit euch und der Volkshilfe #aufdiestrasse.

weitere Informationen unter:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/ME/ME_00104/index.shtml

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrStmk&Gesetzesnummer=20000428

 

AR & TM

 

 

 

 

Lesung zu „50 Jahre Stonewall“ von Martin J. Gössl

Als die erste Münze flog und die Revolution begann

Der dritte Band der Studienreihe Homosexualität in der Edition Regenbogen beschäftigt sich mit der Homosexuellen-Bewegung in den USA während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die historische Analyse von Dr. Martin Gössl zeigt »queere« Lebenskultur nach 1945. Dabei spielt der Einschnitt von 1969 eine zentrale Rolle. Die Rebellion in der New Yorker Christopher Street läutete einen wichtigen Umbruch für das Leben der Schwulen und Lesben in den USA wie auch international ein. Komm vorbei und lass dir davon erzählen. Gratis Eintritt mit anschließender Möglichkeit ein Buch zu kaufen.

Freitag 05.04.2019

19:00

RosaLila PantherInnen (Annenstraße 26)

(TM)

 

 

Tagung Kinderarmut ist kein Kinderspiel 28. März 2019

Fachtagung zur sozialen Absicherung von Kindern und Jugendlichen

28. März 2019
Donnerstag 9:00-16:00 Uhr
im KPÖ Bildungszentrum
Lagergasse 98a
8020 Graz

Anmeldung unter: kpoe-bildungsverein.at

Referent*innen:
Laura Wiesböck, Institut für Soziologie Wien
Denise Schiffrer-Barac, Steirische Kinder- und Jugendanwältin
Franz Ferner, Volkshilfe Steiermark
Peter Stoppacher, Institut für Arbeitsmarktbetreuung und -forschung Steiermark.
Moderation: Daniela Köck.

Tagungsbeitrag 20€, ermäßigt 10€.

AR

 

 

 

 

Unterstützer*innen der „Stadtteilarbeit Graz“ aktiv

„Liebe Kolleg*innen!

Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen der „Stadtteilarbeit Graz“!

Ab Juli 2019 werden die vier Stadtteilzentren nicht mehr von der Stadt Graz gefördert. Bitte unterstützen Sie die Initiative zur Rettung der Stadtteilzentren mit Ihrer Unterschrift: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/die-grazer-stadtteilzentren-muessen-bleiben-die-stadtteilarbeit-muss-gefoerdert-und-ausgebaut-werden

Auf Grund der äußerst prekären Situation der Stadtteilarbeit in Graz, haben die betroffenen Organisationen und Initiativen den Arbeitskreis „STADTTEILARBEIT GRAZ“ gegründet. Aber nicht nur Stadtteilzentren sind von diesem (entgegen dem einstimmig vom Grazer Gemeinderat 2015 beschlossen Leitbild) vom Stadtsenatsbeschluss betroffen. Wir sehen durch die Kürzungen der Budgets von Stadtteil- und Nachbarschaftszenten (bis zu 72%) den Erhalt und in weiterer Folge die Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit in Graz gefährdet. Die Reduktion der laufenden Projekte hat direkte Auswirkungen für die Bewohner*innen der Stadtteile (z.B. Verlust eines sozialen Netzwerks, Struktur im Alltag, sowie konstanter Ansprechpersonen bei Problemen und Krisen, …) und gefährdet in weiterer Folge das gute Miteinander und den sozialen Frieden im Stadtteil.

Der Arbeitskreis „STADTTEILARBEIT GRAZ“ ladet alle Betroffenen, Beteiligten und solche, die sich noch beteiligen möchten, zu einem offenen Treffen am Freitag, 8. März ab 13.00 Uhr in das Büro der Nachbarschaften, Kernstockg. 20/P ein, um

–          sich über die aktuelle Situation der Grazer Stadtteilarbeit zu informieren

–          über Reaktionen auf die ersten Presseberichte informiert zu werden

–          mit den Betroffenen gemeinsam weitere Schritte zu entwickeln

mit dem Ziel, die Erhaltung und Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit in Graz zu sichern. Wir hoffen dies mit EURER UNTERSTÜTZUNG zu schaffen!

Für den Arbeitskreis „Stadtteilarbeit Graz“ Elisabeth Hufnagl“ (Auszug aus einer e-mail vom 05.03.2019)

 

und danach zur DEMO 8. März gehen – siehe unten:

AR